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Aug 06 2009 by nomsa

Free Your Mind And Your Gadgets Will Follow

Während langsam die iPhone-Sättigung um mich herum 100% erreicht hab ich mich dazu entschieden zur anderen Seite überzulaufen: ich hab mir letzte Woche ein Android Handy zugelegt, das HTC Hero, das hier, zumindest bei T-Mobile, G2 Touch heisst (und schwarz ist).




Ich muss sagen, ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung.

Dafür gibt es mehrere Gründe.
Zum einen ist es meine zunehmende Unzufriedenheit mit Apple. Das fing an mit der Firewire Geschichte und endet mit den jüngsten App Store Merkwürdigkeiten Dazwischen gibt es dann anderes was mir nicht gefällt, z.B. die Tatsache, dass ich auf meinen iPod Touch nur Programme laden kann die Apple für gut (oder moralisch einwandfrei) befindet. Dass ich zwar eine Funktion habe die mich meine Adressbuchdaten mit Google Mail synchronisieren lässt, diese aber ohne weiteres nur funktioniert, wenn ich einen iPod oder MobileMe habe. Dass ein iTunes update rauskommt, das nur dazu da ist Leute, die bisher über iTunes ihre Musik mit ihren nicht-Apple Geräten synchronisieren konnten, rauszuschmeissen Rip, Mix and Burn gerne, aber nicht mit unserem Content

Abgesehen davon finde ich das G2 einfach geil. Ich hab einige Wochen warten müssen bis es erhältlich war – ich musste nicht mal auf die Vor-Keynote Spannung verzichten!
Da ich schon sei ner Weile den iPod Touch habe reisst mich das UI und Design vom iPhone nicht mehr wirklich vom Hocker. Endlich mal was Neues! Beim G2 gefällt mir vor allem, dass es wahnsinnig anpassbar ist. Und schick. Und offen. Wenn ich mein Telefon an meinen Rechner anschliesse erscheint die SD Karte die drin ist als USB Drive. Wenn ich da Musik oder Bilder hinkopiere werden die in meinem Telefon erkannt und in den entsprechenden Programmen angezeigt – egal wo ich die reinschmeisse. Ich kann bis zu 32 GB aufrüsten. Ich kann meine Daten synchronisieren mit wem ich will (je nachdem ob schon jemand eine App geschrieben hat ist das einfacher oder mühsamer), obwohl natürlich Google Dienste wesentlich unkomplizierter funktionieren. Ich kann meine Apps runterladen wo ich will. Ganz ehrlich – ich musste mich erstmal an soviel Freiheit gewöhnen. Ironischerweise ist das genau das Erlebnis das ich hatte, als ich vor sieben oder acht Jahren meinen ersten Mac bekam. Als ob die Welt plötzlich grösser wurde. Dabei war die Mac-Welt damals noch verdammt klein…

An Apps mangelt es für das G2 nicht, bisher habe ich eigentlich alles gefunden was ich brauchte. Und einiges mehr. Wikitude z.B. ist super. Die üblichen Sachen wie Wetter, Twitter, Maps usw. kommen schon vorinstalliert, dazu noch Quickoffice, PDF Viewer und Footprints Bonsai Blast ist ein tolles Spiel, hab ich schon viel Zeit mit verschwendet (gibt’s auch für iPhone, aber für Geld). Heute habe ich imeem entdeckt, mal sehen ob das die Zeit bis das Spotify App rauskommt überbrücken hilft.

Jetzt muss ich mich nur noch an die schöne neue Welt des mobilen Internet gewöhnen. Und lernen nicht bei jedem Geräusch oder Leuchten das mein Telefon macht sofort nachzugucken was ist. Aber das kommt dann wahrscheinlich von selber.


  1. 1896 flo

    ja, voll. ich kann für billig sms schreiben (bitesms), hab eine ständige ip und eine menge anderer nützlicher dinge…

  2. 1892 Klaus

    Hi Nomsa,

    willkommen im Club! Ich habe mein G1 schon seit März und bin ebenfalls immer noch begeistert. Meine Favorits sind: Sky Map, Useful Switchers, APNdroid und natürlich GPSies for Android ;-) – selbst gebastelt. Achja, Labyrinth Lite und Rockout Guitar dürfen nicht fehlen.

    Berlingrüße, Klaus

  3. 1893 nomsa

    cool! GPSies hab ich natürlich auch schon! :-)
    Sky Map auch, Useful Switchers und Rockout Guitar hören sich gut an, das werd ich mir mal angucken.

  4. 1894 flo

    hey nomsa,
    kann ich verstehen deinen schritt in richtung android. apple hat nunmal den markt mit dem iphone besetzt und allen gezeigt, was ein zeitgemäßes mobiles gerät so können muss. mit der markterschliessung kommt natürlich immer auch die restriktion als distributives mittel mit – der flaschenhals, der die anwender in eine infrastruktur zwängt und somit eine bestimmte macht auf den endverbraucher ausübt.
    allerdings – ja, ich weiss, ich werde reaktionär – ist mit dieser strikten vorgabe auch immer ein klares benutzerkonzept gewährleistet. apple bietet nunmal einen service, der für den anwender die administrative arbeit auf ein kleinstes beschränkt. alle freieren systeme bringen auch immer einen mehraufwand an pflege mit sich, oder wenigstens eine inkonsistente benutzerführung. der spielehersteller nintendo zeigt, dass durch eine extreme restriktive entwicklungsplattform die qualität im sinne des herstelllers gewahrt wird und damit auch ein nutzerversprechen hält. und auch apple geniesst den ruf, qualitätsversprechen einzuhalten. was allerdings im hintergrund für nutzerdaten mitgespeichert werden, darüber lässt sich sowohl bei apple als auch bei google nur im negative mutmassen.
    aber gadget is gadet und fun is fun. mit dem jailbreak vom iphone fühl ich mich ein bisschen freier wie ein kleiner hacker… muss ja auch mal sein bei den ganzen appledevices, die man ständig durch sein leben trägt ;)

  5. 1895 tobs

    Lohnt sich der jailbreak denn? Ausser dem Hackergefuehl mein ich? Ich bin bis jetzt vor dem Aufwand immer zurueckgeschreckt, nach jedem iPhone Update wieder den Jailbreak Tanz zu machen…

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